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Palauinseln statuieren Exempel an vietnamesischen Fischerbooten

Wenn Vietnams Medien über vietnamesische Fischer berichten, so meist im Zusammenhang mit den territorialen Streitigkeiten in Bezug zur Volksrepublik China im Südchinesischen Meer.

In der vietnamesischen Propaganda werden bei politischen Konflikten die Fischer entweder als Helden oder oftmals als Opfer dargestellt. Sind vietnamesische Fischer wirklich immer nur in der Opferrolle?

Das rasante Bevölkerungswachstum in Südostasien hat dazu geführt, dass viele Küsten überfischt sind, so hat in den Bereichen vom Südchinesischen Meer über die Sulusee bis hin zum Philippinischen Meer und darüber hinaus die Fischdichte abgenommen. Das bedeutet Fischer müssen immer weiter und länger rausfahren, um einen ausreichenden Ertrag zu erzielen. Oftmals werden ohne Genehmigung die Seegrenzen zu einem anderen Staat durchquert, um in einer Zone zu fischen, die von einer anderen Nation als Naturschutzgebiet deklariert wurde oder wo nur einheimische Fischer Zugang erhalten. Das Problem der sogenannten Piratenfischer bzw. illegalen Fischerei hat in Südostasien in den letzten Jahren stark zugenommen.

palauinseln

Die Palauinseln, ca. 880 km östlich der Philippinen gelegen, statuierten Mitte Juni 2015 zur Abschreckung ein Exempel an vier vietnamesischen Fischerbooten, die illegal im Hoheitsgebiet der Inselgruppe fischten. Sichergestellt wurden mehr als 8 t Seegurke und Fisch aus dem Riff. Die 77 Besatzungsmitglieder wurden auf zwei andere sichergestellte Boote gebracht, die genug Treibstoff an Bord hatten, um wieder nach Vietnam zurückzufahren. Die anderen konfiszierten Kutter wurden in Brand gesteckt.
 
Vier brennende vietnamesische Boote (Juni 2015)


Insgesamt wurden seit letztem Jahr 15 vietnamesische Boote aufgegriffen, die mehr als 25 t Meeresfrüchte aus dem Hoheitsgebiet Palaus enthielten und für den asiatischen Schwarzmarkt bestimmt waren.

„Wir wollten eine sehr klare Botschaft an die Kapitäne senden. Wir werden keine Piraten tolerieren, die hierher kommen und unsere Ressourcen stehlen. Palau garantiert Ihnen, dass Sie mit nichts zurückkommen werden. Die Kapitäne werden strafrechtlich verfolgt und inhaftiert", erklärte Palaus Präsident Tommy Remengesau.

Das Ziel des Präsidenten ist es zukünftig große Teile der See zu einem Schutzgebiet zu erklären, wo kommerzielles Fischen verboten ist und einheimische Fischer, sowie Touristen einen beschränkten Bereich nutzen dürfen.
 
Neben den Palauinseln geht auch Indonesien gnadenlos gegen Piratenfischer vor, allerdings werden dort die Schiffe nicht in Brand gesteckt, sondern in die Luft gesprengt.

Sprengung eines vietnamesischen Fischkutters (Februar 2015)


 
Indonesische Marine feuert Warnschüsse auf ein vietn. Fischerboot ab (März 2015)




Quellen: