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Petition

an den Bischof von Rom, Papst Benedikt XVI anlässlich des Vatikan-Besuchs des vietnamesischen kommunistischen Ministerpräsidenten Nguyen tan Dung

Vietnam, 16. Januar 2007

Seine Heiligkeit, Bischof von Rom, Papst Benedikt XVI,

Wir, Unterzeichnenden, vertreten von einigen vietnamesischen Priestern, die nach dem Lebensgeist des unter dem kommunistischen System Vietnams im Jahr 1988 als Märtyrer-Hirten verstorbenen Erzbischofs Philipp Nguyen Kim Dien leben wollen. Deswegen werden wir von Freunden als „Priester-Gruppierung Nguyen Kim Dien“ bezeichnet.
Wir haben die Information, dass am 25.1.2007 der Ministerpräsident der Sozialistischen Republik Vietnam Nguyen tan Dung den Heiligen Vater und die Vatikan-Stadt besuchen wird.
Gemeinsam mit zahlreichen vietnamesischen Gläubigern im Inland und Übersee bei der Äußerung zu dieser Angelegenheit möchten wir dem Heiligen Vater ein paar Punkte auftischen:

1. Heiliger Vater ist der offizielle Vertreter Gottes, als das Licht der Welt. Deshalb bitten wir den Heiligen Vater darum, als der Ministerpräsident Sie die Audienz habe wird, ihm daran zum Erkennen zu helfen, dass er und sein Machtapparat mit der ganzen unsere Bevölkerung unkorrekt verhalten.
So hat er gerade am 29.11.2006 auf Anordnung des Politbüros das Geheiß 37 mit dem Verbot von allen privaten Zeitungen bzw. Zeitschriften unterzeichnet.
Seine Staatssicherheitsbeamten des Distrikts Hoa Lu, Stadtbereich Pleiku beschlagnahmen am 16.8.2006 259 in Jarai Sprache verfassten Bibel, am 9.01.2007 verhafteten sie Herrn Prediger Nguyen Cong Chinh.
Die Evangelische Kongregation Mennonite zahlte 7,5 Million vietnamesische Währung, weil sie 259 vorgenannten Bibel aufbewahrte.
Die Sicherheitsbeamten schlugen diesen Prediger so brutal, dass er dadurch schwer verletzte. Zudem wurde dieser völlig nackt ausgezogen bis zum 3. Mal geschändet und zwar unter Beteiligung von 3 Sicherheitsbeamtinnen an solche ekelhafte Schändigung.
Am 11.01.2007 wurde der Sitz der Kongregation Mennonite Saigon von Herrn Prediger Nguyen Hong Quang.
Die originale Hoa-Hao-Buddhistische Kongregation wurde seit zig Jahren so heftig unterdrückt, dass zig Mönche, Hausmönche, Gläubiger Selbstverbrennung zu begehen hatten, in Haft genommen und geschlagen wurden.
Der Machthaber verweigerte die Anerkennung von knapp 20 Vertretungskomitees der vereinigten vietnamesischen buddhistischen Kongregation, während 2 höchstführenden Personen dieser Kongregation, nämlich Ehrwürdigen Huyen Quang und Quang Do, seit zig Jahren unter Aufsicht (Hausarrest) gestellt wurden.
Bei der katholischen Kirche blieb derzeit einer von unseren Priestern, Herrn Priester Tadeo Nguyen Van Ly, unter strenger Überwachung.
Der Machthaber ließ nur 6,5 Hektar von insgesamt 23,5 Hektar der Liegenschaft La-Vang Mutter Gottes Zentrums.
Die Ausbildungsstätte Mai Khoi der katholischen Gemeinde Phuong Tay, Erzbistum Hue wurde von dem Machthaber mit Druck zum ewigen Enteignen ausgeübt, obwohl die Pfarrgemeinde diese Liegenschaft eigentlich nur leihweise zum Benutzen übertrug und nunmehr zum Zwecke der Verwendung als Religionsunterrichtsstelle für Kinder der Pfarrgemeinde zurück haben wollte...

2. Der Machthaber Vietnams wiederholte die Entschlossenheit der In-Kontrolle-Haltung und Instrumentalisierung von Religionen durch die Rechtsverordnung über die Religion vom 18.6.2004 und den Erlass 22/CP vom 01.3.2005 zwecks der Durchführungseinleitung für diese Rechtsverordnung. Durch diese 2 Verfügungen bezweckte der Machthaber Vietnams im Prinzip die volle Kontrolle von Religionen in allen Hinsichten: Personal, Bestimmung, Aktivität, Vermögen und Kommunikation, damit die Kongregation die volle Akzeptanz des ewigen Regierens der Kommunnistischen Partei gezwungen wurde. Zugleich können diese Religionen keine Freiheit von Religionsausübung und -verbreitung in der Gesellschaft haben (auf Grund der Erziehungseinschränkung für Jugendliche nach dem Geist Jesus Christus und des Verbots in offizieller Stimmenerhebung bezüglich der sozialen Angelegenheiten, weil es keine eigene Zeitschrifte, Verläge, Rundfunk- und Fernsehanstalten und – nur für Katholik - keine Gründung vom Komitee für Gerechtigkeit und Frieden gab).

Gerade Herr Bischof Paul Nguyen van Hoa, Vorsitzender der Bischofkonferenz Vietnams äußerte in der Interbischof-Konferenz Asiens (17-23- August 2004) in Süd-Korea:
„Obwohl die Verfassung des Staats Vietnams die Religionsfreiheit garantiert, aber die Regierung Vietnams seine Politik gleichwohl kontinuiert, um systematisch aller organisierten Religionen im ganzen Land Vietnams zu niederschlagen und die Eigenschaft von diesen zu verändern“.

Der Kardinal J.B. Pham Minh Man, Erzbischof des Erzbistums in der Stadt Saigon wiederholte seine Äußerung zu mehreren Personen mehrmals:
„Besser existiert diese Religionsrechtsverordnung nicht. Nur Punkt 1 besagt über das Menschenrecht, die restlichen 40 weitere Punkte sind nur über die Pflichte von Religionen
mit der Befolgung von durch den Machthaber bereits vorgeschriebenen Prinzipien.
So bezweckte die diese Rechtsverordnung verfasste Stelle nicht dazu, den Religionen bei der Freiheit von Aktivitäten zu helfen, vielmehr diente diese nur dazu, den Machthaber bei der Verwaltung von Religionen so zu unterstützen, dass das System weiterhin in Sicherheit bleibt“.

3. Die Partei und der diktatorische kommunistische Machthaber Vietnams entzogen zurzeit allesamt Grundrechte der Menschen und Bürger von unserer Bevölkerung, wodurch das Gesamtvolk noch keine freie und gleichberechtigte Wahl seit 60 Jahren hat und Millionen Personen das Land bereits und noch fortan verließen.
Es bleiben noch 82 Millionen Personen übrig mit dem Leben im Elend und in der Ungerechtigkeit. Sie haben die negativen Erscheinungen von raffinierten Taten, Bürokratien, Korruptionen, Ausbeutungen von Parteimitgliedern und kommunistischen Kadern.
Nunmehr unterhielt Vietnam bereits mit mehreren Nationen diplomatischen Beziehungen, beitrat mehreren Weltorganisationen, beteiligte sich an mehreren internationalen Konventionen sowie beitrat gerade der Welthandelsorganisation (WTO), allerdings bleiben das Leben von jeder Person und von jeder Familie unverbessert, denn das diktatorische Regieren der kommunistischen Partei eigentlich bringt nur für eine Minderheit von hochrangigen Parteimitgliedern den Vorteil.

4. Wir denken, dass nur das Licht die Dunkelheit wegtreibt, niemals umgekehrt.
Deshalb unseren Heiligen Vater wird darum gebeten, das Licht des Evangeliums, der Gerechtigkeit und der Liebe in die in unserem Land Vietnam vorhandene Finsternis der Gewalts, der Ungerechtigkeit und Lüge, der Feindseligkeit zu senden, damit unser Vaterland bald die Freiheit, Demokratie wie in fast allen zivilisierten Ländern der Welt haben wird.


Seine Heiligkeit,

Wir sind noch nicht im Klaren, ob der kommunistische Machthaber Vietnams bereits die diplomatische Beziehung mit dem Vatikan unterhalten will.
Wir hoffen darauf, dass die Unterhaltung der diplomatischen Beziehung mit dem kommunistischen Machthaber Vietnams nur als eine Absicht dazu, den Druck auszuüben, damit die kommunistische Partei Vietnams auf die diktatorische Totalitär verzichten und allesamt Menschenrechte und Grundrechte für die Kirchen und Bürger zurückgeben wird.
Wie bedanken uns herzlich für die immerwährende Aufmerksamkeit des Heiligen Vaters an unsere Kirche und Heimat.
Diese Aufmerksamkeit ist noch tiefer, denn das Vaterland des Heiligen Vaters erlebte bereits den Zustand wie den unseres elenden Vaterlands.
Wir wünschen unserem Heiligen Vater Gottes Segen, um die Kirche zu führen, damit die Kirche den Zeuge und Aktivwirkende bzw. Agent der Wahrheit, Gleichheit, Liebe und Freiheit der Welt werden wird.

Hochachtungsvoll


Vertreter der Gruppierung Priester Nguyen Kim Dien:
- Stefano Chan Tin, Kloster des Erlösers / Saviour
- Petrus Nguyen Huu Gia, Erzbistum Hue
- Tadeo Nguyen van ly, Erzbistum Hue
- Petrus Phan Van Loi, Ordensgemeinschaft Heilige Herz Jesu


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