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Pazifikanrainer verärgert über Vietnams „blaue Boote“

Vietnams Fischerboote, die heutzutage überwiegend einen hellblauen Farbanstrich besitzen, sind zum Ärgernis vieler Pazifikanrainer geworden. Ein Berater für die Pazifikfischerei sagte nun, dass das versenken der illegalen „blauen Boote“ nicht abschreckend genug sei.

In den letzten Jahren sind vermehrt vietnamesische Fischerboote in vielen Ländern, wie z.B. Palau, dem Staatsgebiet Mikronesiens, Papua-Neuguinea, Australien und auch schon öfter in Neukaledonien aufgegriffen worden. Solche Boote werden bisher öffentlichkeitswirksam versenkt, in die Luft gesprengt oder abgebrannt.

Luftaufnahme, Mai 2016 zeigt, wie der Inselstaat Palau ein vietnamesisches Boot abbrennen lässt


Francisco Blaha, Berater der in Neuseeland ansässigen Pazifikfischerei, erklärte, dass die kleinen hölzernen Boote, die mit wenig elektronischen Equipment an Bord ausgestattet seien, unbemerkt in die entfernten Riffe anderer Pazifikstaaten fahren.

Die internationalen medialen Ereignisse, dass illegale Boote abgebrannt werden, hätten die vietnamesischen Fischer nicht davon abgehalten in anderen Territorien zu fischen.

Vietnam müsse endlich eingestehen, dass es seine Schiffe sind, die illegal fischen und Maßnahmen einleiten, die diese Unternehmungen stoppen.

Abhilfe könnten wirtschaftliche Sanktionen gegen Vietnam helfen, d.h. auf Meeresfrüchte und Fisch müssten Zölle erhoben werden. Oder die Europäische Union (EU) müsse darüber in Kenntnis gesetzt werden, um Vietnam die gelbe Karte zu zeigen, da es nichts gegen die illegale, nicht erfasste und regulierter Fischerei unternehme.

„Es gibt die gelbe Karte und das bedeutet für Vietnam, wenn ihr das Problem nicht löst, dann kommt die rote Karte und d.h., dass euer kompletter Fang nicht in die EU exportiert werden darf. So eine gelbe Karte würde Vietnam wachrütteln, da es sehr stark vom Export in die EU abhängig ist“, sagte Francisco Blaha.

Er gab zu verstehen, dass bereits jetzt die örtlichen Fischereibehörden ausländische Flotten überwachen würden, was die Thunfischbestände beträfe.

„Aber die kleinen blauen Boote, die in den Riffen, lokalen Fanggebieten und Gegenden, wo es kaum Präsenz der Fischerei gibt, auftauchen, können so lange mit ihrer Arbeit fortfahren bis sie einer entdeckt“, erzählte Herr Blaha.