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Westliche Mönche im vietnamesischen Tempel
- Veröffentlicht am 16. August 2010
- Eingereicht von Bao Tian
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Vor zehn Jahren wusste Ed Wayt, 35, nichts über den Buddhismus oder der vietnamesischer Kultur. Er wuchs in Fort Lauderdale, Florida, auf und war Protestant. Aber innerhalb eines Jahres ordinierte er zum buddhistischen Mönch.
ESCONDIDO, CA, USA – Vor zehn Jahren wusste Ed Wayt, 35, nichts über den Buddhismus oder der vietnamesischer Kultur. Er wuchs in Fort Lauderdale, Florida, auf und war Protestant. Aber innerhalb eines Jahres ordinierte er zum buddhistischen Mönch.
Bevor sich „Bruder Pháp Tín“, so wie er jetzt genannt wird, entschloss dem weltlichen abzuwenden, war er Computer-Programmierer in Seattle mit Abschluss der Cornell Universität.
„Als ich mit Programmieren anfing hatte ich wenig Kontakt zur Gesellschaft“, erzählte Pháp Tín. Er war auch noch engagiert als Umweltaktivist und er konnte es nur schwer ertragen, wie die Natur jeden Tag mehr verschmutzt wurde. Recycling war nicht genug.
„Ich musste mich der menschlichen Natur zuwenden … Ich konnte keine Probleme lösen und musste den Ursprung des Übels finden“, sagte er.
Nach seiner eigenen Selbstfindung sah er seine Berufung: Als im Mönch im Deer Park Kloster, welches dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Pháp Tín ist nicht alleine, er ist dort zusammen mit 28 vietnamesischen Mönchen und Nonnen, sechs von ihnen sind wie er Nichtasiaten.
Jeder hat einen anderen Hintergrund, eine Lebenserfahrung und eine Geschichte. Was sie gemeinsam haben ist ihre Hingabe zu den Lehren des Thích Nhất Hạnh, einem in Frankreich ansässigen vietnamesischen Mönch, dessen ‚Vereinigte Buddhistische Gruppe‘ auch das Deer Park Kloster beaufsichtigt.
Thích Nhất Hạnh gab „Adrian“ den Namen Pháp Đệ, was junger Bruder bedeutet. Adrian, Sohn von irischen und deutschen Eltern wuchs in Minnesota auf und besuchte mit 15 Jahren erstmals das katholische Priesterseminar. „Ich entschloss Priester zu werden“, sagte Pháp Đệ, heute 76.
Aber nachdem er mehr als zehn Jahre in der Kirche verbracht hatte wurde er mit seiner Religion unzufrieden. Er verließ die katholische Kirche und wurde Börsenmakler. Obwohl er über ein sechsstelliges Einkommen verfügte, vermisste er etwas. „Ich gab den Katholizismus auf und ich hatte sehr viel Geld“, erinnerte sich Pháp Đệ. Ein Arbeitskollege erzählte ihm über Thích Nhất Hạnh.
„Ich las sein Buch ‚Nach Hause gehen: Jesus und Buddhas Brüder‘ und begann mehr über Jesus zu verstehen.“ Mit seinen blau schimmernden Augen lächelte der Mönch und sagte: „Ich erkannte wie viel ich verloren hatte.“ Im Jahr 2003 quittierte er seinen Dienst als Börsenmakler, verkaufte sein Haus, seine Autos und löste sein Bankkonto auf.
Jeden Morgen steht er nun um 04:15 Uhr auf und meditiert still bei flackernden Kerzen mit Pháp Hộ, bevor er seinen Tag beginnt.
Pháp Hộ ist der einzige schwedische Mönch in Deer Park. Früher hieß er Jerker Frederikssom, er kam in Stockholm zur Welt und verbrachte auch seine Kindheit dort. Seine Familie gehörte zur Arbeiterschicht.
„Ich war der erste mit einem akademischen Abschluss“, erzählte er und berichtete wie er das Staatsexamen erhielt und später für verschiedene Firmen arbeitete.
„Aber ich fand nie meine wirkliche Bestimmung im Leben.“
Pháp Hộ ist in den 30ern aber mit seinem kahlrasierten Kopf, der vegetarischen Ernährung und seinem entspannten Gesichtsausdruck sieht er aus wie 20. Er erinnert sich noch, wie hilflos er sich bei seiner Arbeit im Familiengericht gefühlt hatte, als eine geschiedene Frau mit drei Kindern sagte, dass ihr Mann sie kontrolliere. Der Ehemann argumentierte, dass seine Frau mental krank sei.
„Jeder wollte sich gegenseitig rächen“, erzählte Pháp Hộ. „Ich wollte die Angelegenheiten immer friedlich lösen.“
Pháp Hộ berichtete, dass er etwas über Thích Nhất Hạnh während einer Indienreise erfuhr; 2003 ordinierte er.
Der Kopf von Schwester Đắng Nghiêm ist rasiert, sie trägt ein Gewand, das langweilig und eintönig aussieht. Aber wenn man sie durch das Kloster gehen sieht, so strahlt sie doch Eleganz und Anmut aus. Die halb Vietnamesin, halb Amerikanerin wurde vor zehn Jahren zur Nonne geweiht. Sie besitzt einen Medizinabschluss von der UC San Francisco.
Geboren wurde sie in Quảng Ngãi, Vietnam, als Hương Huỳnh und lebte mit ihrer Mutter in Saigon. Als Hương 12 Jahre alt war, verschwand ihre Mutter plötzlich. 1985 immigrierte sie mit ihrem Bruder in die USA und lebte danach in verschiedenen Pflegeheimen. In der Schule brachte sie immer die besten Leistungen, jedoch wurde sie oft von der Traurigkeit an Vietnam und das Verschwinden ihrer Mutter heimgesucht.
Schwester Đắng Nghiêm hätte eine erfolgreiche Karriere als Ärztin haben können, aber das war ihr nicht genug. „Ich wollte den Menschen helfen“, sagte sie. „Ich fühlte mich deprimiert, als ich meinen Patienten nicht helfen konnte. Sie kamen wieder mit den gleichen Symptomen zurück.“
Sie erinnerte sich an einen Mann, der zur Behandlung kam. Er hatte ein Abszess am Arm, verursacht durch die Injektion von Heroin. Die Ärztin musste tief bis zum Knochen schneiden, um das infizierte Gewebe zu entfernen. Aber später kam der Mann erneut, diesmal mit einem neuen Abszess auf der anderen Seite. Ein Arzt konnte den Menschen nur oberflächlich helfen, sagte die Nonne.
„Warum war er drogenabhängig? Ich wollte den Leuten helfen den Ursprung des Problems zu finden.“
Quelle: newamericamedia.org
Bevor sich „Bruder Pháp Tín“, so wie er jetzt genannt wird, entschloss dem weltlichen abzuwenden, war er Computer-Programmierer in Seattle mit Abschluss der Cornell Universität.
„Als ich mit Programmieren anfing hatte ich wenig Kontakt zur Gesellschaft“, erzählte Pháp Tín. Er war auch noch engagiert als Umweltaktivist und er konnte es nur schwer ertragen, wie die Natur jeden Tag mehr verschmutzt wurde. Recycling war nicht genug.
„Ich musste mich der menschlichen Natur zuwenden … Ich konnte keine Probleme lösen und musste den Ursprung des Übels finden“, sagte er.

Jeder hat einen anderen Hintergrund, eine Lebenserfahrung und eine Geschichte. Was sie gemeinsam haben ist ihre Hingabe zu den Lehren des Thích Nhất Hạnh, einem in Frankreich ansässigen vietnamesischen Mönch, dessen ‚Vereinigte Buddhistische Gruppe‘ auch das Deer Park Kloster beaufsichtigt.
Thích Nhất Hạnh gab „Adrian“ den Namen Pháp Đệ, was junger Bruder bedeutet. Adrian, Sohn von irischen und deutschen Eltern wuchs in Minnesota auf und besuchte mit 15 Jahren erstmals das katholische Priesterseminar. „Ich entschloss Priester zu werden“, sagte Pháp Đệ, heute 76.
Aber nachdem er mehr als zehn Jahre in der Kirche verbracht hatte wurde er mit seiner Religion unzufrieden. Er verließ die katholische Kirche und wurde Börsenmakler. Obwohl er über ein sechsstelliges Einkommen verfügte, vermisste er etwas. „Ich gab den Katholizismus auf und ich hatte sehr viel Geld“, erinnerte sich Pháp Đệ. Ein Arbeitskollege erzählte ihm über Thích Nhất Hạnh.
„Ich las sein Buch ‚Nach Hause gehen: Jesus und Buddhas Brüder‘ und begann mehr über Jesus zu verstehen.“ Mit seinen blau schimmernden Augen lächelte der Mönch und sagte: „Ich erkannte wie viel ich verloren hatte.“ Im Jahr 2003 quittierte er seinen Dienst als Börsenmakler, verkaufte sein Haus, seine Autos und löste sein Bankkonto auf.
Jeden Morgen steht er nun um 04:15 Uhr auf und meditiert still bei flackernden Kerzen mit Pháp Hộ, bevor er seinen Tag beginnt.
Pháp Hộ ist der einzige schwedische Mönch in Deer Park. Früher hieß er Jerker Frederikssom, er kam in Stockholm zur Welt und verbrachte auch seine Kindheit dort. Seine Familie gehörte zur Arbeiterschicht.
„Ich war der erste mit einem akademischen Abschluss“, erzählte er und berichtete wie er das Staatsexamen erhielt und später für verschiedene Firmen arbeitete.
„Aber ich fand nie meine wirkliche Bestimmung im Leben.“
Pháp Hộ ist in den 30ern aber mit seinem kahlrasierten Kopf, der vegetarischen Ernährung und seinem entspannten Gesichtsausdruck sieht er aus wie 20. Er erinnert sich noch, wie hilflos er sich bei seiner Arbeit im Familiengericht gefühlt hatte, als eine geschiedene Frau mit drei Kindern sagte, dass ihr Mann sie kontrolliere. Der Ehemann argumentierte, dass seine Frau mental krank sei.
„Jeder wollte sich gegenseitig rächen“, erzählte Pháp Hộ. „Ich wollte die Angelegenheiten immer friedlich lösen.“
Pháp Hộ berichtete, dass er etwas über Thích Nhất Hạnh während einer Indienreise erfuhr; 2003 ordinierte er.
Der Kopf von Schwester Đắng Nghiêm ist rasiert, sie trägt ein Gewand, das langweilig und eintönig aussieht. Aber wenn man sie durch das Kloster gehen sieht, so strahlt sie doch Eleganz und Anmut aus. Die halb Vietnamesin, halb Amerikanerin wurde vor zehn Jahren zur Nonne geweiht. Sie besitzt einen Medizinabschluss von der UC San Francisco.
Geboren wurde sie in Quảng Ngãi, Vietnam, als Hương Huỳnh und lebte mit ihrer Mutter in Saigon. Als Hương 12 Jahre alt war, verschwand ihre Mutter plötzlich. 1985 immigrierte sie mit ihrem Bruder in die USA und lebte danach in verschiedenen Pflegeheimen. In der Schule brachte sie immer die besten Leistungen, jedoch wurde sie oft von der Traurigkeit an Vietnam und das Verschwinden ihrer Mutter heimgesucht.
Schwester Đắng Nghiêm hätte eine erfolgreiche Karriere als Ärztin haben können, aber das war ihr nicht genug. „Ich wollte den Menschen helfen“, sagte sie. „Ich fühlte mich deprimiert, als ich meinen Patienten nicht helfen konnte. Sie kamen wieder mit den gleichen Symptomen zurück.“
Sie erinnerte sich an einen Mann, der zur Behandlung kam. Er hatte ein Abszess am Arm, verursacht durch die Injektion von Heroin. Die Ärztin musste tief bis zum Knochen schneiden, um das infizierte Gewebe zu entfernen. Aber später kam der Mann erneut, diesmal mit einem neuen Abszess auf der anderen Seite. Ein Arzt konnte den Menschen nur oberflächlich helfen, sagte die Nonne.
„Warum war er drogenabhängig? Ich wollte den Leuten helfen den Ursprung des Problems zu finden.“
Quelle: newamericamedia.org


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