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Die vergessenen Bürger von Tonkin

Im Südwesten Frankreichs geht ein Stück Kolonialgeschichte seinem Ende zu. Dort leben in einem Barackenlager die letzten Repatriierten aus dem fast vergessenen Indochinakrieg.
Im April 1956 trafen die ersten Vietnamesen in dem kleinen Ort Sainte-Livrade-sur-Lot ein. Ehemalige Fallschirmspringer und die Witwen französischer Offiziere mit ihren Kindern. Sie sind heute 80 bis 90 Jahre alt. Untergebracht wurden sie in schäbigen Barackenlagern mit Außentoiletten. Erst in jüngster Zeit entstanden einige Neubauten. Aus Bescheidenheit haben die Vietnamesen auch kaum über ihre erbärmlichen Lebensumstände in Frankreich geklagt.