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Gewalt an vietnamesischen Schulen ist für Schüler „normal“

gewalt_vietn_schulen.jpgAlarmierende Daten aus dem Bildungsministerium: 96,7% junger Menschen haben Szenen von Gewalt an ihrer Schule miterlebt.
Alarmierende Daten aus dem Bildungsministerium: 96,7% junger Menschen haben Szenen von Gewalt an ihrer Schule miterlebt. Einer der Hauptgründe sei der moralische Verfall in den Familien und im Erziehungssystem. Ein weiterer Faktor sei der Konsum, der ebenfalls durch den materialistischen Lebensstil der Erwachsenen hervorgerufen wird.

HCMC(AsiaNews) - 96,7% junger Menschen haben Szenen von Gewalt an ihrer Schule miterlebt. Und die Schüler sagen, dass es „normal“ sei. Diese Zahlen wurden vom Bildungsministerium bereitgestellt, um zu zeigen, dass Gewalt ein wachsendes Problem innerhalb der Schulen sei.

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Laut einem Bericht des Bildungsministeriums sind seit dem Jahr 2003 mehr als 8000 Schüler aus weiterführenden städtischen Schulen an Gewalthandlungen beteiligt gewesen.

Der Leiter des Ministeriums, Huynh Cong Minh, sagt: „ Die Zusammenstöße zwischen Jugendlichen sind nicht neu, aber dieses stetig wachsende Phänomen wird ernsthaft zur Gefahr. Schüler benutzen Messer und scharfe Objekte, das ist sehr gefährlich für das Leben und die Sicherheit der Kinder.“

Entsprechend einer Studie sind die Hintergründe für die Gewalttaten extrem einfach: Hass, Rachegelüste, Unzufriedenheit und unangemessenes Verhalten.

Einige Pädagogen bestreiten, dass die Gründe für Gewalt durch moralischen Verfall innerhalb der Familien, im Erziehungssystem, Konsum und dem Materialismus der Eltern ausgelöst würden.

Viele Schuldirektoren, sind mehr beschäftigt nach ihren Interessen zu handeln, als sich um die Jugendlichen zu kümmern. Sie lehren nur Fakten und Zahlen und haben es versäumt ihren Schülern beizubringen, wie man selbstständig denkt, sich verhält oder miteinander agiert und was gesellschaftliche Umgangsformen sind.
Ebenfalls stehen die Eltern in der Kritik, da sie sich nicht für die moralische Erziehung ihrer Kinder interessieren. Die Schüler sind Opfer der Gesellschaft; sie haben schlechte Moral.

Jetzt unterzeichnete der Stellvertreter des Bildungsministeriums, Tran Quang Do, ein Dokument zur Verhinderung von illegalen Zuständen und Gewalt an Schulen. Das Ministerium fordert nun Schulen auf kontinuierlich die moralische Erziehung zu verbessern, den Schülern ein besseres Umfeld zu garantieren, die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, für Ordnung der Zivilgesellschafft und in den Familien zu sorgen und die Jugendlichen auszubilden.

Aber all diese Forderungen sind nur auf dem Papier.


Quelle: www.asianews.it